Ich habe das Modelo 210 nie abgegeben: Was soll ich tun?
Kurze Antwort
Holen Sie die versäumten Jahre so bald wie möglich freiwillig nach, und zwar die letzten vier noch nicht verjährten Jahre. Wer erklärt, bevor die Verwaltung sich meldet, zahlt nur gesetzliche Zuschläge von 1 % bis 15 % und gegebenenfalls Verzugszinsen, mit 25 % Ermäßigung bei fristgerechter Zahlung.
Jetzt berechnen →Sie sind nicht allein
Sehr viele ausländische Eigentümer erfahren erst Jahre nach dem Kauf, dass sie eine jährliche Erklärung schulden. Oft hat beim Kauf niemand darauf hingewiesen, oder man hielt die IBI für die einzige Steuer. Die gute Nachricht: Das spanische System belohnt die Korrektur aus eigenem Antrieb. Solange Sie keine Aufforderung erhalten haben, bleibt die Rechnung überschaubar.
Schritt für Schritt nachholen
- Jahre bestimmen. Spanien kann vier Jahre zurückfordern. Ältere Jahre sind in der Regel verjährt. Welche Jahre das konkret sind, erklärt Wie viele Jahre rückwirkend?.
- Daten sammeln. Sie brauchen Katasterwert und Katasterreferenz jedes Jahres, die IBI-Bescheide helfen. Dazu Ihre NIE, das Kaufdatum und Ihren Eigentumsanteil.
- Jede Erklärung einzeln erstellen. Ein Jahr, ein Eigentümer, ein Objekt: Jede Kombination ist eine eigene Erklärung, jeweils mit dem Satz und den Regeln des betreffenden Jahres.
- Steuer bezahlen. Zahlen Sie den vollen Steuerbetrag gleich bei der Abgabe.
- Zuschlag abwarten. Die Verwaltung schickt die Rechnung über den Zuschlag später, oft erst nach Monaten. Zahlen Sie sie innerhalb der genannten Frist, um die Ermäßigung zu behalten.
Was es kostet
Der Zuschlag (recargo) richtet sich nach der Verspätung: 1 % plus 1 % für jeden vollen Monat, ab zwölf Monaten 15 % zuzüglich Verzugszinsen. Bei fristgerechter Zahlung nach der Mitteilung verringert er sich um 25 %.
Beispiel. Für ein Jahr mit 250 € Steuer und mehr als zwölf Monaten Verspätung beträgt der Zuschlag 15 %, also 37,50 €. Mit Ermäßigung bleiben 28,13 €. Hinzu kommen Zinsen für die Zeit nach dem zwölften Monat. Jüngere Jahre kosten entsprechend weniger. Die genaue Summe für Ihre Jahre zeigt das Werkzeug für verspätete Erklärungen.
Warum Sie nicht warten sollten
Die Verwaltung gleicht ihre Daten zunehmend mit dem Kataster ab, und Vermietungsplattformen melden ihr die Buchungen. Kommt ihr Schreiben zuerst, gilt die Erklärung nicht mehr als freiwillig, und die Folgen fallen in der Regel teurer aus als die gesetzlichen Zuschläge. Was ein solcher Brief bedeutet, beschreibt Brief der Agencia Tributaria.
Hinzu kommt der Kalender: Ab dem 1. Januar 2027 gilt für alle Erklärungen ein neues Formular. Wer die Rückstände noch 2026 erledigt, arbeitet mit den vertrauten Unterlagen. Ausführliche Rechenbeispiele bietet der Leitfaden zu versäumten Jahren.
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